Kakao

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Kakao - Superfood fürs Wohlbefinden


Der heiße Kakao mit Sahne, leckeres Schokoladeneis im Sommer, ein süßer Schokoladenpudding wie in Kindheitstagen oder auch ein schokoladiger Kuchen - all diese Leckereien wären ohne die Kakaobohne nicht denkbar. Vor allem die aus Kakao gewonnene Schokolade gilt aufgrund vieler Kalorien als ungesund. Doch die rohen Kakaobohnen sind inzwischen zu einem Superfood geworden, denn sie enthalten viele wertvolle Nährstoffe. Kakao - auch als Speise der Götter bezeichnet - ist sehr vielseitig. Alles Wissenswerte rund um das Thema Kakao erfahren Sie jetzt.



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Die Geschichte des Kakaos - Rohstoff und Mystik zugleich

Im heutigen Equador wurden schon vor mehr als 5.000 Jahren Kakaobäume gepflanzt. Kakao erlangte allerdings erst vor 2.500 Jahren vorrangig in Mittelamerika große Bedeutung in Wirtschaft, Politik, Religion und auch Kunst. Hier soll ihn der toltekische Schöpfergott Quetzalcoatl für die Menschen entdeckt haben. Im heiligen Buch der Maya - dem Popol Vuh - wird der Kakaobaum deshalb auch als Geschenk der Götter beschrieben.
Kakao war sehr lange Zeit nur dem Adel sowie anderen wohlhabenden Menschen und Geistlichen vorbehalten. Als Getränk fand er seinen Einsatz bei Hochzeiten, nach militärischen Siegen oder auch beim Abschluss guter Geschäfte. Auch als Grabbeigabe waren Kakaobohnen gern gesehen. Bis ins 16. Jahrhundert waren die Bohnen des Kakaobaums in spanischen Kolonien außerdem ein durchaus beliebtes Zahlungsmittel.
Mit dem aus Kakaobohnen gewonnenen Getränk kamen die Spanier erstmals in Kontakt, als der Aztekenkönig Moctezuma II zu Ehren des Eroberers Hernán Cortés Festmähler veranstaltete. Seinerzeit war das Getränk den Eroberern jedoch viel zu bitter. Dennoch sah Cortés, welche Bedeutung Kakao für seine Truppen hatte, denn scheinbar verlieh er ihnen Kraft für den Tagesmarsch. Und bitter muss auch nicht sein. Deshalb wurden dem Getränk Zucker, Vanille und Zimt beigemischt. Im heutigen Mexiko galt Schokolade dann im 17. Jahrhundert bereits als Volksgetränk und auch in Europa erhöhte sich die Popularität. So war Ludwig XIV, der Sonnenkönig, verliebt in das Getränk, Mitte des 18. Jahrhunderts konnten sich auch wohlhabende Handwerker und Kaufleute Kakao leisten. Ebenfalls in dieser Zeit erhielt der Kakaobaum den Namen Theobroma vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné - die Speise der Götter war geboren.
Und als solche schien sie wahre Wunder vollbringen zu können. Hilfreich sollte Kakao gegen Erschöpfung, Erkrankungen der Atemwege und Asthma, Malaria, Parasiten sowie Verdauungsbeschwerden und Nierenprobleme sein. Die Blätter sollten zudem gegen Zahnschmerzen, Verbrennungen und gar Vergiftungen helfen können.
Die Euphorie sorgte für einen wachsenden Markt - in ihrem Kolonien der Neuen Welt legten Franzosen, Spanier, Portugiesen, Engländer sowie Holländer mehr und mehr Plantagen an und machten - zum Leidwesen westafrikanischer Sklaven - ein Riesengeschäft mit Kakao. Im 19. Jahrhundert brachten die Kolonialherren den Kakaobaum dann auch nach Nigeria, Ghana und an die Elfenbeinküste. Inzwischen stammen übrigens etwa ein Drittel der jährlich rund vier Millionen Tonnen Rohkakao aus Westafrika.


Der Kakaobaum - Lieferant für die Superbohne aus den Tropen

Heute sind etwa 300 verschiedene Kakaosorten bekannt. Diese wiederum stammen von den zwei Hauptsorten Criollo (Einheimischer) und Forastero (Fremdling) ab. Der Kakao der Maya und Azteken ist Criollo mit seinen weißen Samen. Er wird als schmackhaft und hochwertig beschrieben, gilt aber nicht als ertragreiche Sorte und soll zudem sehr anfällig für Schädlinge sein.
Vor allem aus letzterem Grund wurde im 19. Jahrhundert dazu übergegangen, den widerstandsfähigen Forastero anzupflanzen. Doch auch Criollo gewinnt wieder an Bedeutung.
Doch ganz egal, welche Sorte - der Kakaobaum bevorzugt ein feuchtes warmes Klima. Sind die Bedingungen gut, bildet der Baum im Jahr hunderttausend kleine Blüten, die zwischen wachsenden und reifen Früchten hervorsprießen. In der Botanik gilt der Kakaobaum damit als echte Rarität.
Innerhalb von fünf bis sechs Monaten nach der Befruchtung (natürlich oder künstlich) entwickeln sich aus den Blüten Früchte mit einer Länge von 15 bis 25 Zentimetern und einem Gewicht von etwa einem halben Kilogramm. Eingebettet in weißem Fruchtfleisch befinden sich darin zwischen dreißig und vierzig Samen. In einem späteren Veredlungsprozess werden aus diesen Samen dann die Kakaobohnen. Verwertbare Früchte trägt der Kakaobaum allerdings erst nach fünf bis sechs Jahren. Die empfindlichen Bäume müssen gut gepflegt werden, fast alle Schritte des Anbaus erfolgen per Hand. Die Zwischenernte erfolgt meist im August und gilt als qualitativ schwächer als die im Oktober stattfindende Haupternte.


Die Kakaobohne - darum gilt sie als Superfood

Zunächst sollte geklärt werden, was eigentlich ein Superfood ist. In den vergangenen Jahren ist dieser Begriff immer wieder mit den verschiedenen Lebensmitteln in Verbindung gebracht worden.
Unter dem BegriffSuperfood fallen all die Lebensmittel, die besonders vitamin-, mineralstoff- und ballaststoffreich sind sowie viele Antioxidantien enthalten und dadurch im Vergleich zu anderen Lebensmitteln einen höheren gesundheitlichen Nutzen haben.
Entsprechend dieser Definition kann von Kakao auch als Mutter der Superfoods gesprochen werden. Die rohe Kakaobohne enthält eine Vielzahl an gesunden Inhaltsstoffen. Doch nur, wenn die Bohnen nicht über 42 Grad Celsius erhitzt werden, bleiben die Inhaltsstoffe auch erhalten.


Die wertvollen Inhaltsstoffe in Kakao

In der Pflanzenwelt gilt roher Kakao als einer der größten Lieferanten von Magnesium. Weiterhin enthalten 100 Gramm roher Kakao 160 Milligramm Kalzium und viele Antioxidantien, welche gegen freie Radikale wirken. Außerdem ist in Kakao Eisen enthalten.
Auch Fett findet sich in Kakao. Nun mag man meinen, Fett ist ungesund. Schließlich wird das von Kleinauf so gelernt. Allerdings sind nicht alle Fette grundsätzlich schlecht. So braucht der menschliche Organismus vor allem die wertvollen ungesättigten Fette, zu denen auch die Ölsäure gehört. In Kakao sind diese Fettsäuren in großen Mengen enthalten, sie können das so genannte gute Cholesterin erhöhen.
Mit dem Wissen über die hochwertigen Inhaltsstoffe, die Kakao liefert, dürfte das schlechte Gewissen wohl schnell schwinden.


Kakao aufgrund der Inhaltsstoffe auch für Diabetiker geeignet

Oft wird die Annahme vertreten, Kakao wäre für Diabetiker ungeeignet. Das ist nur bedingt richtig. Denn tatsächlich ist es so, dass die in rohem Kakao enthaltenen Flavonoide nicht nur zur Senkung von Cholesterin und Blutdruck beitragen, sondern auch die Gefäße vor Schädigungen aufgrund eines zu hohen Blutzuckers schützen sollen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge könne vor allem ein flavonoidreiches Kakaogetränk positiven Einfluss auf die Blutgefäße haben.
Entscheidend in diesem Zusammenhang ist aber auch hier, dass der rohe Kakao nicht über 42 Grad Celsius erhitzt wurde. Eine zu starke Erhitzung würde ansonsten zu einer Zerstörung eines Großteils an Flavonoiden führen.


Ballaststoffe im Kakao fördern die Verdauung

Roher Kakao gilt aufgrund der Ballaststoffe als verdauungsfördernd, zudem hilft er dadurch beim Ausschwemmen von Giftstoffen. Dadurch wird die Darmflora gestärkt, was die körpereigene Produktion von Verdauungsenzymen anregen kann.
Wer täglich eine kleine Menge rohen Kakao zu sich nimmt, verbessert seine Verdauung, Verstopfungen oder auch Blähungen gehen zurück und es stellt sich ein besseres Gleichgewicht mit der eigenen Körpermitte ein.


Kakao als Booster für gute Stimmung

An schlechten Tagen ist eine Tafel Schokolade häufig die letzte Rettung. Die Inhaltsstoffe sorgen im Gehirn für die Ausschüttung von Glückshormonen. In rohem Kakao sind die für die Hormonausschüttung verantwortlichen Botenstoffe deutlich höher als in handelsüblicher Schokolade.
Und somit wird schon eine kleine Menge Kakao zu einem wahren Stimmungsaufheller. Grund dafür ist N-Acylethanolamin. Im Gehirn erhöht es kurzfristig den Anandamid-Spiegel - als den Glückseligkeitsbotenstoff, der sich förderlich auf Entspannung und Ausgeglichenheit auswirken kann. Durch bestimmte, ebenfalls im Kakao enthaltene, Enzyme wird zudem der Abbau des Anandamid-Spiegels verzögert und so hält das Gefühlshoch auch länger an.


Kakao auch bei zyklusbedingten Stimmungsschwankungen hilfreich

Stimmungsschwankungen vor der Periode sind für nicht wenige Frauen ein Problem. Frauen, die regelmäßig Kakaonibs (kleine Kakaostückchen) zu sich nehmen, können damit die Serotonin-Ausschüttung anregen. Serotonin gilt als natürliches Antidepressivum. Die gereizte Stimmung geht zurück und durch erhöhte Endorphine sind sogar Motivationsschübe und eine gewisse Euphorie möglich. Natürlich darf niemand von rohem Kakao große Wunder erwarten, unterstützend kann er aufgrund der Inhaltsstoffe aber die Stimmung verbessern.


Roher Kakao in der täglichen Ernährung

Rohkakao ist in ganzen Bohnen, als Nibs (Bruchstückchen) oder auch als Pulver erhältlich. Doch wie lässt sich roher Kakao in die Ernährung integrieren?
Einige Menschen lutschen die Bohnen oder auch die Kakaonibs. Allerdings ist das für einige sicherlich aufgrund des Geschmacks etwas gewöhnungsbedürftig.
Wer mit rohem Kakao noch keine Erfahrungen gemacht hat, sollte langsam beginnen. Für den Anfang ist ein Teelöffel Kakaopulver/Kakaonibs ausreichend, die Menge kann langsam erhöht werden.
Kakaonibs lassen sich gut auf Müsli streuen und auch in Brot verbacken und sorgen so für ein besonderes Geschmackserlebnis. Aus Kakaopulver, Mandelmilch, Honig und einer Banane lässt sich auch ein leckerer Shake zubereiten. Sogar in Tee kann Kakaopulver eingerührt werden.
Die Einsatzmöglichkeiten von Kakao sind sehr vielfältig, er lässt sich also auf abwechslungsreiche Weise in die tägliche Ernährung einbinden.


Tipps zur Aufbewahrung von Kakao

Kakaopulver gilt als Kostbarkeit, die auch richtig gelagert werden sollte.
Generell gilt: Je höher der Fettgehalt eines Lebensmittels ist, desto mehr muss auf die richtige Aufbewahrung geachtet werden. In Kakao sind vor allem Fettsäuren enthalten, die nicht als oxidationsempfindlich gelten. Deshalb ist Kakao nur schwer verderblich und gehört somit zu den lange haltbaren Lebensmitteln. Zur Bewahrung der Aromen sollten bei der Aufbewahrung dennoch einige Dinge beachtet werden.
Wichtig ist, dass Kakaopulver immer trocken sowie luftdicht aufbewahrt wird. Durch feuchte Luft würde das Pulver schnell muffig riechen, zudem kann es zu Verklumpungen und im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung kommen. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine relative Luftfeuchtigkeit von maximal 65 Prozent am Aufbewahrungsort. Eine hohe Wärme- sowie Lichteinwirkung kann zudem die Fettsubstanzen verändern. Deshalb sollte Kakaopulver nach dem Öffnen vor Licht geschützt werden. Die verwendete Aufbewahrungsdose sollte zudem keine fremden Gerüche aufweisen, denn Kakaopulver ist geruchsempfindlich und nimmt schnell fremde Gerüche an.
Am besten ist für die Aufbewahrung von Kakaopulver ein Vorratsraum oder der Keller mit Temperaturen unter 25 Grad Celsius geeignet.
Zur Überprüfung der Haltbarkeit von Kakao kann die Dreier-Regel zur Anwendung kommen - sehen, riechen, schmecken. Ist die Optik noch normal, der Geruch feinschokoladig und nicht muffig und schmeckt es auch wie immer, dann ist das Kakaopulver noch bedenkenlos genießbar.


Roher Kakao auch für die Körperpflege geeignet

Zunächst mag man meinen, roher Kakao sei nur für den Verzehr gedacht. Doch dem ist nicht so.
Auch in der Schönheitspflege findet er immer mehr Anklang. Von Bedeutung ist hier vor allem die kalt gepresste Kakaobutter, welche der Haut Feuchtigkeit spendet und ihr so ein strahlendes, glänzendes Aussehen verleiht. Vor allem Menschen mit trockener Haut können von Kakaobutter profitieren, denn die Hautzellen können sich mit ihrer Hilfe besser regenerieren. Selbst in der Haarpflege findet Kakaobutter Anwendung und verleiht dem Haar mehr Glanz und Geschmeidigkeit. Lediglich bei fettigem Haar sollte auf die Verwendung von Kakaobutter verzichtet werden.


Kakao weltweit ein wichtiges Handelsgut

Weltweit gilt Kakao als eines der wichtigsten Handelsgüter. Für etwa 50 Millionen Menschen stellt er eine wichtige Einkommensgrundlage dar, von der weltweiten Kakaoproduktion werden 48 Prozent nach Europa importiert. Zu knapp 95 Prozent betreiben Kleinbauern den Kakaoanbau. Für den Kakaohandel in Deutschland bildet im Übrigen Hamburg den Mittelpunkt, wo 60 Prozent des importierten Rohkakaos umgeschlagen werden. Hier treffen sich auch alle vier Jahre 250 Repräsentanten aus der internationalen Kakaowirtschaft zum so genannten Cocoa-Dinner.